Finmatics

Finmatics digitalisiert Steuerkanzleien mit KI

Die Auftragslage von Wirtschaftsprüfern und Steuerkanzleien ist gut. Zusatzaufgaben wie z.B. die Abwicklung der Corona-Hilfen oder die neue geregelte Grundsteuer in Deutschland sorgen für erhöhte Nachfrage. Das Problem: Viele Kanzleien erhalten mehr Anfragen, als sie bearbeiten können. Hier will Finmatics helfen.

Die Branche leidet – wie so viele – seit Jahren unter einem akuten Fachkräftemangel. Viele Arbeitsprozess laufen noch immer sehr manuell ab. Finmatics, 2016 von Christoph Prieler und Dr. Patrick Sagmeister in Wien gegründet, will Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Finanzabteilungen mittelständischer Unternehmen mit einem auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden SaaS-Modell unter die Arme greifen.

Kompatibel mit bekannten Buchhaltungs-Systemen

Das Tool digitalisiert alle Prozesse der Belegverarbeitung. Ehemals mühsame repetitive Tätigkeiten, wie z.B. das Abtippen von Beleginformationen oder auch das Scannen von Belegstapeln, automatisiert Finmatics durch selbstlernende KI-Algorithmen. Die Software ist cloud-basiert, hardwareunabhängig und dient als Erweiterung von bereits bestehenden Buchhaltungssystemen, darunter DATEV, SAP, BMD und RZL.

Das Tool wird vor allem dann spannend, wenn es um viele Belege geht, die auch noch ausgedruckt und sortiert werden müssen.

So erfasst Finmatics automatisch die erste und letzte Beleg-Seite und heftet die Belege dann ganz von selbst zusammen. Abteilungen oder Dienstleister, die also Belege für unterschiedliche Unternehmen digitalisieren, profitieren daher von der Funktion „Scan&Trenn“. Hier werden Belege automatisiert nach Unternehmen und Dokumententyp sortiert. Dabei sind keine Barcodes oder Stempel für die automatische Erkennung erforderlich. Die Belege werden im Stapel gescannt, den Rest erledigt die KI.

Das über 100 Mitarbeiter große Unternehmen gibt an, dass dadurch bis zu 70% der Zeit in der Buchhaltung und Belegverarbeitung eingespart werden können. Finmatics kommt laut Unternehmensangaben mittlerweile bei über 900 Steuerberatungskanzleien und bei über 50.000 Unternehmen zum Einsatz.

In diesem Jahr erhielt Finmatics in einer Serie-A-Finanzierung unter Beteiligung des Fremdkapitalgebers Mangrove Capital 6 Millionen Euro für seine weitere Expansion. Der Fokus liegt auf dem deutschen Markt.

Höchste Trefferquoten

Die KI von Finmatics lernt aus der Buchungshistorie und liefert automatische Buchungsvorschläge, die über reine OCR hinausgehen. Dank Shared Service Center kann Finmatics laut eigenen Angaben als einziger Anbieter 100 % ausgelesene Belegfelder garantieren. Mit der Mobilen App bietet Finmatics auch Rechnungsfreigabe-Workflows mit automatisierbarer Zuteilung in mehreren Freigabe-Stufen.

Unser Fazit: Sehr sinnvoller Einsatz von KI. In genau diesen Bereichen wird die Technik in Zukunft eingesetzt, weil sie Zeit, Geld und Personal spart.

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