
Ein bootstrapped Projekt an der Schnittstelle von SEO, strukturierten Daten und Large Language Models.
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Transparenzhinweis: Rico-Thore Kauert ist Gründer von Top10Anbieter.de und gleichzeitig Chefredakteur von Startupmag.de. Dieser Artikel wurde daher als Anzeige gekennzeichnet.
Die Suche verändert sich – und kaum einer merkt es
Wenn Menschen heute einen Handwerker, Anwalt oder Gutachter suchen, tippen sie längst nicht mehr nur bei Google. Immer häufiger fragen sie ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini: „Wer ist der beste Immobiliengutachter in Berlin?“ Die Antworten, die diese KI-Modelle liefern, basieren auf Quellen, die sie als vertrauenswürdig einstufen – strukturiert, aktuell, thematisch fokussiert.
Genau hier setzt Rico-Thore Kauert mit seinem neuen Projekt Top10Anbieter.de an. Seine These: Die klassischen Branchenverzeichnisse haben den Anschluss verpasst. Und wer jetzt die richtigen Datenstrukturen liefert, wird zur Quelle, aus der KI-Modelle ihre Empfehlungen speisen.

Kein weiteres Verzeichnis von gestern
„Die meisten Branchenverzeichnisse funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Wer zahlt, steht oben“, erklärt Kauert. „Das ist für Nutzer intransparent und für KI-Modelle wertlos. Die erkennen spätestens zeitnah bezahlte Platzierungen und ignorieren solche Quellen zunehmend.“
Top10Anbieter.de geht einen anderen Weg: Das Ranking basiert ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Quellen wie Google-Bewertungen, ausgewertet nach dem Wilson-Score-Verfahren – einem statistischen Algorithmus, der ursprünglich für Reddit entwickelt wurde und sowohl die Bewertungshöhe als auch die Anzahl der Bewertungen gewichtet.
Das Ergebnis: Ein Anbieter mit 4,8 Sternen aus 120 Bewertungen kann einen Anbieter mit 5,0 Sternen aus nur 3 Bewertungen überholen. Qualität schlägt Zufall.
Strukturierte Daten als Kernkompetenz
Was Top10Anbieter.de von klassischen Verzeichnissen unterscheidet, ist nicht auf den ersten Blick sichtbar: Jeder erweiterte Eintrag ist mit umfangreichem Schema.org-Markup versehen – dem standardisierten Datenformat, das Suchmaschinen und KI-Modelle verstehen.
„Wenn ChatGPT nach einem Fachanwalt für Mietrecht in Berlin sucht, braucht es strukturierte Informationen: Name, Adresse, Spezialisierung, Bewertung, Öffnungszeiten. Die meisten Websites liefern das als Fließtext, den die KI erst mühsam interpretieren muss“, so Kauert. „Wir liefern es in dem Format, das die Maschine direkt verarbeiten kann.“
Diese technische Optimierung für Large Language Models – in der Branche als GEO (Generative Engine Optimization) bezeichnet – ist das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der Plattform.

Der Gründer: Vom Journalisten zum SEO-Enthusiasten
Rico-Thore Kauert ist kein typischer Tech-Gründer. Der gelernte Kommunikationswissenschaftler und Journalist arbeitete zunächst in der klassischen PR, bevor er seine eigene Agentur PRonline Media gründete. Nebenbei baute er Startupmag.de zu einem reichweitenstarken Startup-Magazine auf – heute u.a. von Cision als eines der Top-Startupmedien gelistet.
„Mich haben Daten schon immer fasziniert“, sagt Kauert. „SEO ist im Kern die Frage: Wie strukturiere ich Informationen so, dass sie gefunden werden? Mit LLMs verschiebt sich das noch einmal fundamental. Es geht nicht mehr nur darum, bei Google auf Seite 1 zu ranken, sondern darum, von der KI als vertrauenswürdige Quelle erkannt zu werden.“
Top10Anbieter.de ist vollständig bootstrapped – ohne externe Investoren, ohne Venture Capital. „Ich wollte das Projekt so bauen, wie ich es für richtig halte, ohne Druck, schnell zu skalieren oder Daten zu monetarisieren. Ich lasse das langsam wachsen und wir gucken wie es läuft.“
Das Geschäftsmodell: Freemium mit echtem Mehrwert
Die Basis-Listung auf Top10Anbieter.de ist kostenlos und wird es bleiben. Wer mathematisch errechnet in den Top 30 einer Kategorie landet, bekommt automatisch einen kleinen Eintrag mit den wichtigsten Daten. Dabei sind die Top 10 das echte Ranking, darunter finden sich weitere Anbieter mit gutem Score.
Für Unternehmen, die mehr Sichtbarkeit wollen, gibt es Premium-Einträge: Ausführliche Firmenbeschreibungen, Bildergalerien, Backlinks und erweitertes Schema.org-Markup. Dazu kommt ein AI-Sichtbarkeits-Check, der analysiert, wie gut die Webseite bereits für ChatGPT, Perplexity und Co. optimiert ist.
„Der Premium-Eintrag ist kein Ranking-Boost“, betont Kauert. „Die Position im Ranking bleibt rein bewertungsbasiert. Premium-Kunden bekommen mehr Präsentationsfläche und bessere Datenstrukturen – aber kein gekauftes Ranking.“ Der Gründertarif liegt aktuell bei 490 Euro pro Jahr, also etwas über 40 Euro im Monat.
Sechs Nischen zum Start – mit klarem Fokus
Zum Launch konzentriert sich Top10Anbieter.de auf den Berliner Markt mit sechs Nischen aus den Bereichen Immobilien und Recht:
- Gewerbeimmobilienmakler Berlin
- Bausachverständige Berlin
- Immobiliengutachter Berlin
- TGA-Planer Berlin
- Innenarchitekten Berlin
- Anwälte für Immobilienrecht Berlin
„Wir starten bewusst eng fokussiert“, erklärt Kauert die Strategie. „Jede Nische wird manuell kuratiert. Wir prüfen, ob die Anbieter wirklich zur Kategorie passen, ob die Daten stimmen, ob die Websites erreichbar sind. Das skaliert nicht über Nacht – aber es skaliert sauber.“
Die Expansion auf weitere Städte und Branchen ist geplant, soll aber organisch erfolgen.
Die Vision: Zur Referenz für KI-Empfehlungen werden
Kauerts langfristige Vision ist ambitioniert: Top10Anbieter.de soll zu einer der Quellen werden, die KI-Modelle standardmäßig für lokale Dienstleister-Empfehlungen heranziehen.
„Wenn jemand ChatGPT fragt: ‚Wer ist der beste Steuerberater in München?‘, dann will ich, dass die Antwort auf unseren Daten basiert – weil sie strukturiert, aktuell und qualitätsgeprüft sind.“
Der Weg dahin führt über Konsistenz, Datenqualität und technische Exzellenz. Keine Abkürzungen, keine Growth Hacks.
Bootstrapped bedeutet: Fokus statt Features
Ohne Investorengelder bedeutet jede Entscheidung ein Trade-off. Kauert hat sich bewusst gegen ein umfangreiches Feature-Set zum Launch entschieden.
„Ich könnte jetzt ein Bewertungssystem bauen, einen Buchungskalender, ein Angebotsvergleich-Tool. Aber das löst nicht das Kernproblem: Wie werden lokale Dienstleister in der KI-Suche sichtbar? Darauf konzentriere ich mich.“
Die technische Umsetzung erfolgt lean via Vibe Coding: Supabase als Datenbank, Lovable für schnelle Frontend-Entwicklung, manuelle Kuratio statt automatisierter Massenimporte.
Was andere Gründer lernen können
Kauerts Ansatz ist ein Beispiel dafür, wie Bootstrapping in einem scheinbar gesättigten Markt funktionieren kann: Nicht durch mehr Features als die Konkurrenz, sondern durch ein tieferes Verständnis der technologischen Verschiebungen.
„Die meisten Branchenverzeichnisse optimieren noch für Google SEO von 2015. Sie haben nicht verstanden, dass sich die gesamte Such-Infrastruktur gerade neu sortiert“, sagt er. „Das ist die Chance für kleine, fokussierte Projekte.“
Ob Top10Anbieter.de diese Chance nutzen kann, wird sich zeigen. Die Grundlagen – saubere Daten, klare Positionierung, nachhaltige Finanzierung – sind gelegt.
Fazit: Ein Experiment an der richtigen Schnittstelle
Top10Anbieter.de ist kein revolutionäres Produkt und will es auch nicht sein. Es ist ein präzise positioniertes Projekt an einer Schnittstelle, die in den kommenden Jahren immer wichtiger wird: Wo strukturierte Daten auf KI-Modelle treffen.
Für Rico-Thore Kauert ist es gleichzeitig Labor und Geschäftsmodell – ein Ort, um zu verstehen, wie Sichtbarkeit in der Post-Google-Ära funktioniert. Die Erkenntnisse fließen in seine Agenturarbeit zurück, das Projekt finanziert sich selbst.
Dieser Artikel erscheint im Rahmen unserer Startup-Datenbank-Reihe. Die Auswahl der vorgestellten Unternehmen erfolgt redaktionell. Wie eingangs transparent gemacht, besteht in diesem Fall eine personelle Überschneidung zwischen Gründer und Redaktion, weswegen der Artikel von einer dritten Person verfasst wurde.
