IdeaLab! 2026: Europas exklusivste studentisch organisierte Gründerkonferenz lädt nach Vallendar. 

Am 25. und 26. September 2026 öffnet die WHU in Vallendar wieder ihre Tore für eine der etabliertesten Gründerkonferenzen Europas. Die IdeaLab! WHU Founders‘ Conference geht in ihre 26. Ausgabe. Gegründet im Jahr 2000, hat sich das Event zu einem festen Treffpunkt für die europäische Startup-Szene entwickelt und wird auch in diesem Jahr über 650 Teilnehmende aus ganz Europa zusammenbringen: Gründer, Investoren und Studierende.

Das Schwerpunktthema 2026 lautet „The European Opportunity“.

Von Studierenden für die Szene

Das Bemerkenswerte an der IdeaLab! ist nicht nur ihre Größe, sondern wer dahintersteht. Organisiert wird die Konferenz von 13 Studierenden im zweiten Semester, die als eingetragener Verein vollständig unabhängig agieren. Das alles läuft parallel zum Vollzeitstudium: kein Büro, kein Gehalt, aber dennoch volle Verantwortung. Die Organisation verteilt sich auf acht Ressorts, die hier einen Einblick in ihre Arbeit geben.

General Management: Führung ohne Hierarchie

Das General Management bildet die zentrale Schnittstelle zwischen allen acht Ressorts, von Speaker-Booking über Sponsoring bis zu Finanzen und Technik. Die Rolle startet direkt nach dem Vorgänger-Event, ohne Übergabe und ohne Handbuch. Die größte Herausforderung ist Führung ohne klassische Hierarchie. Niemand kann gefeuert werden, alles läuft über Überzeugung, Vertrauen und klare Kommunikation unter Kommilitonen.

Speaker: Die richtigen Namen, die richtigen Verbindungen

Über die Jahre hat IdeaLab! prominente Stimmen der europäischen Startup-Szene auf die Bühne gebracht: von Oliver Samwer (Rocket Internet) über die Zalando-Gründer David Schneider und Robert Gentz bis hin zu Florian Heinemann (Project A).

Die Arbeit im Speaker Relations besteht vor allem aus vielen persönlichen, individuellen Gesprächen. Zu jeder Person wird intensiv recherchiert, um zu prüfen, wer zum diesjährigen Schwerpunkt „The European Opportunity“ passt. Der Prozess zieht sich über Wochen und Monate, von der ersten Kontaktaufnahme bis zur inhaltlichen Abstimmung der Panels, oft mit mehreren Ansprechpartnern gleichzeitig. Absagen gehören dabei genauso dazu wie Zusagen, und man lernt schnell, dass man immer einen Plan B braucht. Die wichtigste Erkenntnis des Teams: Die besten Panels entstehen nicht durch große Namen allein, sondern durch thematische Verbindungen zwischen den Speakern, etwa gemeinsame Investments, geteilte Erfahrungen oder gegensätzliche Perspektiven zum selben Thema.


Sponsoring: Maßgeschneiderte Partnerschaften

Das Sponsoring-Ressort gewinnt Partner und stellt die Konferenz finanziell wie inhaltlich auf ein starkes Fundament. Dafür steht das Team in wöchentlichem Austausch mit Unternehmen unterschiedlichster Art, von Series-A-Startups über Unicorns und Corporates bis zu VCs und Consulting-Firmen. Eine zentrale Aufgabe ist die Zusammenstellung individueller Partnerschaften, die genau auf die Interessen der einzelnen Partner zugeschnitten werden. Über die gezielte Selektion der Partner lässt sich zudem das Thema der Konferenz inhaltlich prägen. Gleichzeitig behält das Ressort rechtliche Aspekte und Verträge im Blick und sorgt durch enge Kommunikation für einen reibungslosen Ablauf.

Participants: Exklusivität durch Bewerbung

Partner, Investoren und Inkubatoren werden nie mit einer Sammelnachricht angeschrieben. Jede Nachricht ist individuell gestaltet. Dazu kommen Partnerschaften mit anderen Events, etwa mit Bits & Pretzels. Teilnehmende müssen sich bewerben. Es geht nicht darum, Menschen auszuschließen, sondern darum auszuselektieren, wer sich nicht die Zeit nehmen möchte, ein paar kurze Fragen zu beantworten und seinen CV hochzuladen. So entsteht Exklusivität. Über Kontingente für Partner, die aktiv weitergegeben werden, bewerben Initiativen das Event in ihrer Community. Außerdem geht das Team direkt in Uni-Gruppenchats, statt allein auf Social Media zu setzen.

Event Organization & Non-Financial Sponsoring: Ein kleines Festival

Dieses Ressort übernimmt alles, was physisch auf dem Event passiert: Aufbau, Bühne, Technik, Catering und Lieferanten. Beim Non-Financial Sponsoring werden gezielt Marken an Bord geholt, die Produkte und Materialien als Sachleistung stellen und dafür Branding auf dem Event erhalten. Über zwei Tage werden mehr als 650 Gäste durchgehend versorgt, logistisch eher ein kleines Festival als eine klassische Studierendenveranstaltung. Da der Campus nicht im urbanen Zentrum liegt, muss jeder Lieferant, jedes Mietmöbel und jede Deko von weiter weg organisiert und exakt getaktet werden. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, das Event trotz Größe und Professionalität nicht wie eine steife Politik- oder Wirtschaftskonferenz wirken zu lassen, sondern den Startup-Spirit zu bewahren.


Finance & Fleet

Für die Fleet arbeitet das Team mit einem Mobility-Partner zusammen, der die Fahrzeuge bereitstellt, während Planung und Organisation der Fahrten intern erfolgen. Die Fahrer sind ausschließlich WHU-Studierende und müssen vor ihrem Einsatz eine Fahrprüfung absolvieren. Dazu gehören außerdem die Budgetplanung und die Entscheidung über den Einsatz zukünftiger finanzieller Mittel.

Marketing & PR

Dieses Ressort verantwortet den gesamten Auftritt nach außen, von Social Media bis zur kompletten Public Relations mit Medienpartnerschaften und Pressearbeit. Kernaufgabe ist der Aufbau von Sichtbarkeit vor und während der Konferenz. Dazu kommt alles Design-Technische: von Social-Media-Grafiken über das Bühnenbild bis zum Website-Design, der Aftermovie nach dem Event sowie laufender Content. Ein festes Format ist der IdeaLab!-Podcast, der jeden Donnerstag gedreht, geschnitten und auf Spotify und YouTube veröffentlicht wird.

Tech

Das Tech-Ressort verantwortet die technische Gesamtplanung und Umsetzung, inklusive der Konzepte für Bühne, Burgplatz, Konferenzhalle und After-Party-Location. Dazu gehören die Betreuung und Weiterentwicklung der Event-Website in enger Abstimmung mit dem Marketing, die Planung und Beschaffung der gesamten Technik (Licht, Audio, Video sowie Bar-, Check-in- und weiteres Equipment) sowie Strom- und Infrastrukturkonzepte für eine stabile Energieversorgung. Während der Veranstaltung übernimmt das Team Aufbau, Verkabelung und technische Betreuung, gemeinsam mit der WHU-Eventtechnik-Gruppe, inklusive Monitoring und Fehlerbehebung.

IdeaLab! General Manager Magnus Burmester im Interview

1. Magnus, du übernimmst die Rolle des General Managers ohne Übergabe und ohne Handbuch, direkt nach dem Vorgänger-Event. Wie sehen die ersten Wochen in dieser Rolle aus – und wie findet man da überhaupt einen Einstieg?

Man wird ziemlich ins kalte Wasser geworfen und muss sich erstmal zurechtfinden. Man versucht, sich so schnell es geht einen Überblick darüber zu verschaffen, was zu tun ist, und legt sofort los. Es ist also ziemlich viel Learning by Doing. Ich kriege eine kurze Einweisung über Dinge, die zu tun sind, von meinem Vorgänger. Sprich Dinge wie Kommunikation mit der Universität, Steuern, muss mich aber dann recht schnell auf eine Strategie festlegen und mir Gedanken darüber machen, wie dieses Event aussehen soll. Diese Strategie muss dann so schnell wie möglich mit allen Ressorts aligned werden. Das ist die größte Challenge, da alle unterschiedliche Vorstellungen und auch eine unterschiedliche Arbeitsmoral haben.

2. Du beschreibst Führung ohne klassische Hierarchie als größte Herausforderung. Niemand kann gefeuert werden, alles läuft über Überzeugung und Vertrauen unter Kommilitonen. Wie motivierst du ein Team, das parallel zum Vollzeitstudium und ohne Gehalt arbeitet, wenn es mal stockt?

Ich probiere, mich so oft wie möglich in ihre Lage zu versetzen, und denke darüber nach, was mich motivieren würde. Natürlich ist es nicht immer einfach, doch ich probiere oft, hierbei die Schiene Personal Learning zu gehen und hervorzuheben, wie gut sie sich fühlen werden, wenn sie alles gegeben haben und am Ende sagen können: Ich bin der Grund dafür, warum dieses Event so cool geworden ist, wie es geworden ist. Und halte ihnen ebenfalls vor Augen, was unsere Konferenz für einen Impact auf junge, zur Gründung motivierte Menschen hat.

3. Als GM bist du die Schnittstelle zwischen acht Ressorts. Gibt es einen Moment in der Vorbereitung, in dem typischerweise alles gleichzeitig auf deinem Tisch landet – und wie behältst du da den Überblick?

Ich glaube, die Voraussetzung, bei all dem den Überblick zu behalten, ist eine gute Struktur – und diese auch gewissermaßen dem Team aufzuerlegen beziehungsweise sie zu ihrem Glück zu zwingen, diese Struktur ebenfalls zu implementieren. Wenn jeder in seiner eigenen Struktur, in seiner eigenen Arbeitsweise agiert, ist es mir unmöglich, einen Überblick zu behalten. Daher stelle ich die Grundlage, baue ihnen eine Struktur und bitte sie darum, in dieser Struktur zu arbeiten.

4. Das Schwerpunktthema 2026 lautet „The European Opportunity“. Warum habt ihr euch für genau dieses Thema entschieden, und was bedeutet es für euch als junge Gründergeneration in Europa?

Europa bzw. auch Deutschland wird in sozialen Medien und in der Presse oft als Innovationshemmer und als wirtschaftliche Bremse dargestellt. Es werden nur Europas Schwächen gegenüber den USA beschrieben. Doch niemand spricht über seine Stärken. Wir möchten dem Ganzen entgegensteuern und hervorheben, wie viele smarte, innovative und motivierte Köpfe es in Deutschland gibt, die sehr wohl einen Impact haben können. Europa ist für uns nicht abgeschrieben, sondern Europa hat eine Zukunft. Deshalb möchten wir diese These mit europäischen Erfolgsstorys und europäischen Meinungen belegen.

5. 650+ Teilnehmende, zwei Tage, ein Campus außerhalb des urbanen Zentrums. Was unterschätzen Außenstehende am meisten an dem, was hinter so einer Konferenz steckt?

Ich glaube, die meisten denken, dass irgendwer dahintersteht, der dort unter die Arme greift. Den wenigsten ist bewusst, dass wir dieses Event komplett alleine auf die Beine stellen. Sie kommen gar nicht auf die Idee, darüber nachzudenken, weil sie von Grund auf denken, es ist nicht möglich, so ein Event allein mit 13 Studenten zu stemmen.

6. Ihr legt großen Wert darauf, dass sich das Event trotz Professionalität nicht wie eine steife Wirtschaftskonferenz anfühlt, sondern den Startup-Spirit bewahrt. Wie schafft ihr diese Balance konkret?

Das haben wir zu großen Teilen unserem WHU-Netzwerk zu verdanken. Denn WHUler bleiben trotz oftmals größerer Erfolge in Sachen Startup, Wirtschaft und Innovation bodenständig und lassen sich auf ihr Gegenüber ein. Das schafft den Austausch zwischen erfolgreichen Persönlichkeiten und jungen Talenten, den man so nur selten findet.

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IdeaLab! 2026, WHU Founders‘ Conference
25. und 26. September 2026, Campus der WHU in Vallendar
Schwerpunkt: „The European Opportunity“

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