Capital-Factory-Gründer Joshua Baer bei Flugzeugabsturz in Texas ums Leben gekommen

Die internationale Startup-Szene trauert: Joshua Baer, Gründer und CEO des Austiner Startup-Accelerators Capital Factory, ist bei einem Flugzeugabsturz nahe Laredo in Texas gestorben. Er wurde 50 Jahre alt.

Wie Forbes berichtet, stürzte der Privatjet am Dienstagabend gegen 22 Uhr Ortszeit auf den Highway Loop 20 nahe der texanisch-mexikanischen Grenze und ging in Flammen auf. An Bord der von NetJets betriebenen Cessna Citation Latitude befanden sich sechs Personen auf dem Weg von San José del Cabo in Mexiko nach Austin. Baer war offenbar das einzige Todesopfer – die übrigen fünf Insassen kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus, die meisten wurden kurz darauf wieder entlassen.

Augenzeugenberichten zufolge spielten sich dramatische Szenen ab: Vorbeifahrende Autofahrer sprangen aus ihren Wagen und versuchten, die Insassen aus dem brennenden Wrack zu befreien. Videos der Rettungsaktion kursieren derzeit auf X. Die Maschine hatte beim Aufsetzen auch ein fahrendes Fahrzeug getroffen. Den Behörden zufolge meldete der Pilot kurz vor dem Absturz technische Probleme und bat um eine Notlandung am Flughafen Laredo. FAA und die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB haben Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

Baer gründete Capital Factory 2009 als mentorengetriebenen Accelerator und machte das Unternehmen rasch zum aktivsten Frühphasen-Investor in Texas. Der Inkubator gilt als Herzstück der Austiner Tech-Szene und finanzierte über mehrere Fonds Unternehmen wie den Humanoid-Roboter-Hersteller Apptronik, die Raumfahrtfirmen Intuitive Machines und Firefly Aerospace sowie das Biotech-Unternehmen Colossal Biosciences.

„Josh war ein furchtloser Anführer, ein brillanter Partner und ein enger Freund für so viele von uns“, erklärte Capital-Factory-Präsident Bryan Chambers. Das Unternehmen bleibe voll funktionsfähig und werde Baers Mission, „außergewöhnliche Gründer zu unterstützen“, fortführen.

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